HOSPIZVEREIN-WERDENFELS E.V.

Hospizverein Werdenfels
Dompfaffstraße 1
82467 Garmisch-Partenkirchen
Telefon: 0175 567 4646

Ausbildung

zur Hospizhelferin / zum Hospizhelfer

Sie haben Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Hospizhelferin/Hospizhelfer?

Der Hospizverein Werdenfels e.V. bietet zur Vorbereitung auf die ehrenamtliche Begleitung in Krankheit und Sterben eine Ausbildung an. Die Schulung beginnt mit einem Orientierungsseminar (6 Abende). Daran kann ein Aufbauseminar (12 Abende, 4 Tage und ein Praktikum) angeschlossen werden. Erst nach Abschluss beider Module und einem Abschlussgespräch fällt die Entscheidung über eine aktive Mitarbeit im Hospizverein.

Termine

Nächster Kursbeginn im Februar 2018

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Einsatzleitung Tel. 0170 556 57 95
Fordern Sie ein Anmeldeformular an unter der genannten Telefonnummer oder per Kontaktformular.

Ziel des Kurses ist die Gewinnung von Kompetenz zur Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen in der häuslichen Umgebung und im stationären Bereich. Die Teilnehmer setzen sich mit dem Themenkreis „Sterben, Tod und Trauer“ auseinander. Es werden Möglichkeiten geboten, sich selbst im Blick auf Leiden, Sterben und Tod zu hinterfragen. Zudem werden Kenntnisse über das Hospizkonzept, Informationen zu Lebensbedürfnissen sterbender Menschen sowie Fertigkeiten für die psychosoziale Begleitung Schwerstkranker und Sterbender vermittelt.
Der Bayerische Hospiz- und Palliativverband hat Standards für die Vorbereitung von Hospizhelferinnen/ Hospizhelfern festgelegt. Die Ausbildung des Hospizverein Werdenfels e.V. entspricht diesen Standards mit 100 Unterrichtseinheiten.

Voraussetzung für eine aktive Mitarbeit als Hospizhelferin/Hospizhelfer
sind neben dem Abschluss der Ausbildung

  • eine stabile Lebenssituation
  • psychische Belastbarkeit
  • verfügbare Zeit
  • Bereitschaft zur Verbindlichkeit und zur Teamarbeit

Zwischen einem letzten schweren Verlustereignis (z.B. Todesfall, Scheidung) empfehlen wir eine Wartefrist von ein bis zwei Jahren, damit persönliche Trauer genügend Zeit und Raum hat. Das Seminar ist keine psychotherapeutische Selbsthilfegruppe, es hat nicht die Lösung persönlicher Probleme zum Ziel. Die Teilnahme am Seminar schließt weder für die Teilnehmer noch für den Verein eine Verpflichtung zur späteren ehrenamtlichen Hospizhelfertätigkeit ein; sie will jedoch dazu ermutigen und die Entscheidungsfindung unterstützen.

Das Orientierungsseminar bietet eine Einführung in die Hospizidee und den genannten Themenbereich. Das Seminar ist für alle Interessierten offen und Voraussetzung für eine Teilnahme am Aufbauseminar.
Inhalte: 6 Abende á 2,25 Stunden:

  • Hospizidee (Hospizverein Werdenfels, Hospizliche Begleitung - Was heißt das?)
  • Haltung zum eigenen Leben, Sterben und Tod -In Kontakt kommen – Sprechen mit Sterbenden und Angehörigen
  • Hilfen für Schwerkranke
  • Totensorge
  • Was gilt es zu regeln? – Testament, Erbschaft, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung
  • Seelsorgerliche Begleitung

Das Aufbauseminar vertieft die Themenbereiche und beinhaltet eine sehr persönliche Auseinandersetzung damit. Die Arbeitsmethoden enthalten Vorträge, Kleingruppen- und Plenumsgespräche, Rollenspiele und Erfahrungsaustausch. Ergänzt wird die Vorbereitung durch je einen Praktikumseinsatz im stationären Hospiz in Polling und in einem Pflegeheim. Bei Bedarf bieten bzw. suchen wir die Möglichkeit zu einem vorausgehenden Gespräch.
Inhalte an 12 Abenden plus 4 Tagen plus 1 Praktikum:

  • Konzept Palliative Care und Hospizarbeit
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • mögliche Gefühle und Reaktionen Sterbender
  • Spiritualität -Schuld und Schuldgefühle
  • Helfen-begleiten-Motivation im Ehrenamt
  • Kommunikation
  • Krankheitsbilder Krebs und Demenz
  • medizinische, pflegerische, soziale, seelsorgerliche Aspekte bei kranken und sterbenden Menschen
  • Trauer
  • Selbstpflege
  • Reflexion persönlicher Motivation, Belastbarkeit und Grenzen

Aufnahme in den aktiven Dienst als Hospizhelferin/Hospizhelfer
Nach Abschluss beider Module werden die TeilnehmerInnen zu einem Gespräch eingeladen bei dem gemeinsam über eine Mitarbeit im aktiven Dienst entschieden wird. Es werden die jeweiligen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen geklärt. Eine schriftliche Vereinbarung hält die wichtigsten Punkte fest und ist die Grundlage der wechselseitigen Verbindlichkeit. Hospizhelferinnen und Hospizhelfer erklären sich bereit, im Auftrag des Vereins ehrenamtlich schwerstkranke, sterbende Menschen zu begleiten und Angehörige zu unterstützen. Es sollte die Möglichkeit bestehen, während eines Einsatzes circa vier Stunden pro Woche zur Verfügung zu haben. Die Begleitungen erfolgen im häuslichen Bereich, in der Klinik oder im Pflegeheim. Hospizhelferinnen/Hospizhelfer sind während ihrer Tätigkeit versichert und erhalten Fahrkostenerstattung.

Zusammenarbeit
Die ambulante Hospizarbeit des Vereins ist eingebunden in ein breit gefächertes Netzwerk von ambulanten und stationären Unterstützungsleistungen. Es erfordert daher die Einhaltung verbindlicher Absprachen, Zuverlässigkeit und Fähigkeit zur Teamarbeit. Von den Hospizhelferinnen/Hospizhelfern wird ein enger Kontakt zur Einsatzleitung/Koordination erwartet. Die Dokumentation der Einsätze dient der Auswertung und Weiterentwicklung unserer Arbeit als Hospiz- und Palliativberatungsdienst.

Supervision und Fortbildung
Neben dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit der Einsatzleitung stellt die verbindliche Zugehörigkeit zu einer Supervisionsgruppe (circa einmal im Monat) einen wichtigen Baustein der Begleitung der aktiven Hospizhelferinnen/Hospizhelfer dar. Daneben bieten Fortbildungsangebote und ein jährliches gemeinsames Wochenende Gelegenheit zur Weiterentwicklung und zum „gemeinsamen Unterwegs sein“ an. Supervision und Fortbildung sind für alle Aktiven kostenfrei.

Organisatorisches

Die Seminare werden von den Koordinatorinnen/Einsatzleitung begleitet. Ergänzend werden entsprechende Referenten die Inhalte vermitteln. Die Anmeldung erfolgt schriftlich. Die Seminare erfordern eine verbindlich regelmäßige Teilnahme. Die erfolgreiche Teilnahme an beiden Seminaren wird mit einem Zertifikat bescheinigt.

Ort: Caritas Zentrum, Dompfaffstr.1, Garmisch-Partenkirchen

Teilnahmegebühr: Orientierungsseminar: 30 Euro; Aufbauseminar: 130 Euro
Die Kosten werden jeweils vor Seminarbeginn per Lastschrift eingezogen bzw. sind zu überweisen. Eine Anmeldebestätigung wird zugeschickt.
Bei Rücktritt bis zu Seminarbeginn werden die Gebühren bis auf 10 Euro erstattet.
Nach Seminarbeginn bleibt der gesamte Betrag fällig. Eine Absage bedarf der Schriftform.

Informationen zum Seminar:

Einsatzleitung Tel. 0170 556 57 95
Fordern Sie ein Anmeldeformular an unter der genannten Telefonnummer oder per Kontaktformular.

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